ZML Didaktik / Innovative Learning Scenarios

Archive for the ‘#mmc13’ Category

Im nächsten ZML-Leseclub möchten wir uns wieder einmal dem Thema MOOCs  widmen.

1. MOOC Reflexion

  • Welche Erfahrungen machte  Heinz als einer der Gastgeber des  howtomooc?
  • Welche Erfahrungen machte Jutta als didaktische Inputgeberin und  Reflektorin des howtomooc?
  • Was bedeutet  es, dass MOOCs plötzlich im Horizon-Report 2013 aufgetaucht sind?
  • Braucht Europa ein eigenes MOOC?
  • … ??

2. Aktuelle MOOC-Angebote

  • Welche kommenden MOOCs würden uns reizen und warum? Siehe etwa: Find Open Online Courses (ich frage mich ja, ob es nicht Zeit ist ein xMOOC  zu absolvieren, um auch Einblick in diesen Trend zu bekommen).

Ich freu mich auf unsere Diskussion und auf die Fragen, die die anderen Leseclub-Mitglieder mitbringen bzw. die während unseres Gesprächs auftauchen werden.

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Nach einem sehr intensiven Januar und halbem Februar, mit

habe ich mich in unseren Schulsemesterferien in der Wärme am Meer gut erholt. Trainings und Lehre waren abgeschlossen und ich klinkte mich aus dem MMC13 wirklich aus. Vor kurzem schmökerte ich dann ein bisschen auf dem MMC13-Blog und im WIKI, ohne wirklich ganz schlau zu werden, was da genau nach meinem Ausstieg noch passiert war.

Meine Bilanz der Ziele für das MMC13 schaut folgendermaßen aus:

  • In Summe investierte ich weniger als die veranschlagten ca. 5-7 Stunden pro Woche und
  • ich war bei weniger als der Hälfte der synchronen Events dabei:  ich erlebte, dass meine Abneigung gegen „Konsumieren“ von synchronen Events oder Aufnahmen nicht weniger wurde.
  • Es war interessant an einem deutschsprachigen MOOC teilzunehmen, einige der bereits AkteurInnen zu kennen – es fühlte sich für mich anders an als die englischsprachigen MOOCs, irgendwie leichter und schwerer zugleich.
  • Meine Rollen im MMC13 standen meinem Lernerlebnis im Weg.

Diese intensiven ersten Wochen des Jahres 2013 lassen mich recht konfus zurück. Die MOOCs entwickeln sich rasch weiter, hier gut mitzukriegen, was passiert, ist eine Herausforderung. Im MMC13 empfand ich die Rolle der GastgeberInnen als zu aktiv, doch ohne diese intensive Aktivität verstecken sich viele Lernprozesse im Verborgenen. Das passierte mir in unserem Online-Training zur Content Strategy – da gab es intensiven Austausch in der geheimen fb-Gruppe und fast keine Postings mehr in der offenen google+ Gruppe.

Wie viel Eigenverantwortung haben die Lernenden? Wie sehr kann ich mich als Lehrende und Trainerin zurücknehmen? Welche Interaktionen von mir sind nötig und welche behindern Lernprozesse? Basis dieser Überlegungen ist, dass ich natürlich die Verantwortung das Lerndesign mit seinem Rahmen und seinen Regeln trage.

Letztes Jahr in der Mitte des Change11 MOOCs empfand ich mich auch in so einer konfusen Phase. Damals bekam ich erst gegen Ende des Change11 MOOCs und rund um meine Teilnahme am Academic BEtreat 2012 (angeboten von Etienne und Bev Wenger) wieder mehr Klarheit und neue Ideen über meine weiteren Schritte in Bezug auf Trainingsentwicklung und Forschungsaktivitäten.

Demnächst werden wir im Team die Evaluierungsergebnisse des Online-Trainings zur Content Strategy diskutieren und versuchen sie zu verstehen. Auch die footprints of emergence (Roy Trevor Williams, Jenny Mackness, Simone Gumtau) scheinen mir eine Methode zu sein, die neue Einsichten bringt, und ich möchte mich intensiver mit ihr befassen (siehe auch meinen Blogbeitrag: Footprints for “Emerging Learning” – Variety of a creative method of reflection). Darüber hinaus konzipiere ich gerade den Online-Kurs: E-Sensitivity, mit dem ich eine Schnittstelle zwischen Pädagogik und Gruppendynamik schaffen möchte und gemeinsam mit meinem Co-Moderator viel über Gruppendynamik im virtuellen Raum lernen möchte.

.. und dies ist auch meine letzte Reflexion in der Rolle als Reflektorin, weil ich nächste Woche nicht verfügbar bin. Allerdings werde ich in der übernächsten Woche auf jeden Fall das WIKI studieren, bin wirklich neugierig, was dann alles drinstehen wird!

Dieses Mal orientiere ich mich an den Fragestellungen der GastgeberInnen, bevor ich ein paar Aspekte, dir mir im Kopf herumspuken, diskutiere.

  • Was ist in dieser Woche positiv und produktiv im Rahmen des MOOCs gelaufen? sowie Aktivitätsgrad und Stimmung der TeilnehmerInnen

Das Thema an und für sich ist ein spannendes, und die Impulse für die Woche umfassten ein breites Spektrum – an Blogbeiträgen wurde allerdings wesentlich weniger produziert als in den vergangenen Wochen. Was ich nachvollziehen kann, denn auch ich persönlich finde die Didaktik von cMOOCs wesentlich spannender als ein Geschäftsmodell für ein MOOC, obwohl ich mich mit zweiterem dringend auseinandersetzen sollte! – Das Dokument zur exemplarischen Kostenstruktur wird vermutlich auch erst nach dem MOOC-Ende vollständig ausfüllbar sein (ob die GastgeberInnen eine tägliche Zeiterfassung machen??).

  • Sind wir dem angesetzten Thema in dieser Woche gerecht geworden? 

Meiner Wahrnehmung nach ja, ich denke, das Thema hat die #MMC13 Community beschäftigt, auch wenn es nicht unbedingt zur großen Kreativität anregte.

Mich selbst beschäftigen nach diesen 4 Wochen zwei Fragen:

  • Was macht die Rolle der Didaktik-Impulsgeberin und der Reflektorin mit mir?

Vorab fühlte ich mich geehrt für eine aktive Rolle eingeladen zu sein – und ging davon aus, dass ich dadurch näher am Geschehen sein würde und  meine persönlichen Lernerfahrungen in Bezug auf das Thema intensiver sein würden. Mit genau diesem Gefühl stieg ich bereits Wochen vor dem eigentlichen Start des #MMC13 ein, schrieb Blogposts, reflektierte meine Erfahrungen und Erwartungen.

Im Nachhinein habe ich das Gefühl, dass meine Rollen im MMC13 diesen erwarteten Lerneffekt einschränkten. Ich ließ  mich nicht unbekümmert treiben, hatte große Erwartungen an mich, dass ich möglichst viel lesen, die anderen möglichst genau wahrnehmen, allen Hangouts live folgen sollte. Da ein Großteil meiner zeitlichen Ressourcen woanders gebunden waren und ich mich nicht frei fühlte, viele Tage gar nicht beim #MMC13 vorbei zu schauen, nahm meine Motivation ab. Und schlussendlich war ich dann eine Vielleserin (keine Lurkerin, dafür war ich zu aktiv!) – jedoch sehr wenig im Austausch mit anderen. Ich widersetzte mich dem Prinzip der Serendipity, ließ mich nicht hintreiben, wo es mir gerade interessant schien.

  • Was waren für mich die Konsequenzen der Kommunikation auf Deutsch?

Vorausschicken möchte ich, dass ich weder besonders sprachbegabt bin, noch jemals länger in einem englisch-sprachigen Land war – und trotzdem die Sprache Englisch sehr schätze, viel auf Englisch lese, etc. Die ersten beiden MOOCs, an denen ich teilnahm (#change11, #oped12), wurden in englischer Sprache geführt – und das hat mir gefallen. In einer anderen Sprache zu kommunizieren finde ich herausfordernd, ich schreibe nicht so schnell in Englisch wie in Deutsch. In Englisch zu kommunizieren gibt mir einen kreativen Freiraum. Das Ringen um Verständnis von englischen Sätzen ergibt eine dichte Wahrnehmung der Materie. Immer wieder bin ich auch an der Übersetzung gescheitert, fand kein Wort dafür, hatte das Gefühl auf einer emotionalen Ebene zu verstehen – jedoch eben nicht genau und wortwörtlich.

Im Deutschen bin ich eine Schnellleserin und oft ungenau in der Formulierung. Vermutlich habe ich vieles im #MMC13 viel zu rasch gelesen, überflogen. Die Erwartung ganz leicht viel tiefer in das Thema einzusteigen, weil in meiner Muttersprache kommuniziert wird, hat sich nicht erfüllt.

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Letzte Woche habe ich ja angekündigt, mich bei der Reflexion dieser Woche um die MMC13-TeilnehmerInnen zu kümmern 😉 – und heute Abend streife ich von einer Diskussions / Auseinandersetzungsschicht zur  nächsten. Insgesamt verlief die ganze Woche gelassener und weniger intensiv, der riesige Schwung des MMC13 Starts und die intensive Diskussion zur Didaktik sind in dieser Woche meiner Wahrnehmung nach etwas weniger geworden.

Vermutlich war auch das Thema Offenheit und OER nicht ganz einfach. Da gab es Blogbeiträge, die schön darlegten, dass rechtlich nur sehr wenig gesichert ist (und was soll man da dann groß weiter diskutieren?) – und immer wieder wurden auch die Grenzen zwischen Interessen (etwa der Hochschulen) und dem Anspruch der Offenheit angesprochen. Weiter nachgedacht habe ich auch über die verschiedenen Möglichkeiten der Offenheit bis zu Martin Lindners Hinweis, dass wir eventuell durch unsere Sprache bereits Lernende ausschließen.

Ich habe die Twitter-Beiträge nochmals vorbeiziehen lassen (und merke, dass ich der Twitter Suche immer noch nicht ganz traue) – es amüsiert mich, wie sehr die Didaktik auch in Woche 3 immer wieder aufgetaucht ist. Rhizomatic Learning lernte ich im Change11 MOOC kennen (damals vertreten von Dave Cormier), und nun taucht es auch im MMC13 auf 🙂

Und wieder tauche ich ab, „springe“ online herum, überlege mir, welche Hinweise wo und wie verdoppelt werden – was ist auf  twitter, auf google+, in Kommentaren. Und lass mich dann beruhigen von  , der in seinem Blogpost schreibt „Andere Stimmen vermelden dieselbe Wahrnehmung. Also ist Gelassenheit angesagt.“ – aja, da erinnere ich mich wieder!

Zu guter Letzt bin noch über Christian Spannagels „Selbstreflektion als erste Aufgabe“ gestolpert und möchte hier mit Euch teilen, dass ich trotz aller guten Vorsätze angefangen habe, Hangouts zu schwänzen, nur halb zuzuhören. Ich finde das interessant, da es ja mein erklärtes Ziel war, in diesem MOOC durchzuhalten und mir alle HAOs anzuhören. Audio – und da hilft Video auch nicht viel, scheint es – ist einfach nicht mein Kanal. Gerade weil ich weiß, wie viele Lernende begeistert von Videos sind und wir ja gerade selbst in einem Projekt einiges an HOAs produzieren, sollte ich mich damit auch aus ZuhörerInnensicht auseinandersetzen – und kann es nicht, will es nicht, tu es nicht. Zumindest für die Lernenden in „meiner Obhut“ verstärkt sich nochmals mein Ansatz ein möglichst „offenes“, vielfältiges Angebot bereitzustellen, damit jede und jeder etwas findet.

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Da die Didaktik ja auch mein Thema ist – zumindest die Didaktik im virtuellen Raum – bleibe ich in meiner Reflexion beim Inhalt dieser Woche (nächste Woche werde ich mich dann den MMC13 TeilnehmerInnen widmen 🙂 ).

Diese ganze Woche lang ging es für mich immer wieder um Fragen rund um Offenheit – autonom sein  – unterstützen – Verantwortung übernehmen. Das ist eine schwierige Fragestellung! Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass unsere Herangehensweise sehr von unserer Person abhängt. Wenn Joachim Wedekind im Hangout zur MOOC-Didaktik den ZuhörerInnen erzählt, wie gerne er alle Diskussionsstränge verfolgen möchte, dann hat das mit seiner Person zu tun. Und wenn ich gleich die Haare aufstelle, wenn ich mich fremdgesteuert fühle, hat das mit meiner Person zu tun.

Erfrischend ist es dann Stephen Downes‘ Beitrag „MOOCs and negotiation – Über MOOCs und das Aushandeln“ zu lesen (vielen Dank an Dörte und Crowd für die Übersetzung!):

Nach meinem Verständnis von Konnektivismus erfolgt kein Aushandeln. Die Lernenden wählen das Material aus, das sie für nützlich halten (wenn überhaupt). … Jede/r Lernende bringt eigene, persönliche Ziele mit, und daraus ergibt sich die jeweils individuelle Auswahl eines Lerninhalts.

Ein konnektivistischer Kurs besteht daher aus einer Reihe von Ereignissen, typischerweise mit einem Start-und Enddatum, um die herum sich ein Netzwerk von TeilnehmerInnen bildet.

Jeder Kursteilnehmer / jede KursteilnehmerIn hat eine andere Sichtweise, und das Zusammenspiel der verschiedenen Perspektiven generiert neues Wissen. Der Versuch, diese Perspektiven zu steuern behindert in Wahrheit den Prozess der Wissensbildung.

Es erleichtert mich, von einer Metaebene aus meine didaktischen Designs zu betrachten. Als Moderatorin bereite ich den virtuellen Raum vor, finde spannende ExpertInnen, formuliere Fragen / E-tivities / Aufgaben – doch damit ist mein Job auch (fast) erledigt. Nun ist es Sache der Lernenden, TrainingsteilnehmerInnen, Studierenden ihre persönlichen Ziele festzulegen und dementsprechend zu handeln. – Zu dem (fast): ich bin immer wieder auch ein bisschen eine Glucke, und dann versuche ich meine Kücken zu bebrüten!

Momentan untersuche ich mit meinen KollegInnen Erika Pernold und Gudrun Reimerth, inwiefern Footprints of emergence Roy Trevor Williams, Jenny Mackness, Simone Gumtau ein Ansatz sein könnten, Lernprozesse in offenen Designs ein bisschen besser zu verstehen. Gerade analysiere ich die Footprints meiner Studierenden. Danach möchte ich meinen persönlichen Footprint für das MMC13 zu machen 🙂

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Ich versuche die Zeit am Sonntag zu nützen, um die Gedanken und Posts zur Didaktik Revue ziehen zu lassen und für mich Kernpunkte zu extrahieren.

Im Zentrum steht das Lernen im MOOC. Welche Kompetenzen braucht es dafür, und inwieweit sind die GastgeberInnen dafür „verantwortlich“? Wie können sich cMOOCs weiter entwickeln, etwa mit vorgeschalteten Einstiegsmodulen? Wie kann eine umfassende Dokumentation nach dem MOOC erstellt werden und wie können wir von einem zum nächsten MOOC lernen?

Nun freue ich mich auf das Didaktik Special heute abends.

Anhang: meine Zusammenfassungen

Impulsgeberin Yvonne Stragies – How to MOOC? Nichts leichter als das!?

…das wäre fast in einem wissenschaftlichen Artikel ausgeartet.  Stephen Downes (2012) said, “It would be a game.” And I want to take that seriously.”

Yvonne’s Beitrag über die ideale MOOC-Teilnehmerin Sarah, die sich spielend leicht die Zeit beim MOOC vertreibt.

  • Voraussetzung für eine MOOCerin: internet- und technikaffin; verbringt viel Zeit im Netz; hochgradig vernetzt; offen, weitere Werkzeuge auszuprobieren
  • Herangehensweise: Überblick über Struktur, Werkzeuge, Themen; setzt Prioritäten, hat gutes Zeitmanagement; notiert sich relevante Links, Hashtags, ….
  • Aktionen: eigene Blogartikel; vernetzt zur eigenen beruflichen Praxis; vernetzt die Aussagen anderer, interessiert sich für Vielfalt der Meinungen und Sichtweisen – Praxis und Wissenschaft
  • Netzwerk: lernt andere kennen durch Profile und persönliche Äußerungen; ist authentisch; kommuniziert zielorientiert; nützt ihre Netzwerke professionell
  • Lernprozess: genießt den Freiraum im MOOC;  traut sich Fragen und Unsicherheiten auszusprechen; sie vertraut auf die Unterstützung anderer.
  • Transfer: nützt MOOC für ihre berufliche Praxis; hält den Austausch auch über den MOOC hinaus aufrecht.

Fragen an Newbies und MOOC-Erfahrene aus Yvonne’s Impulsbeitrag: was sind die persönlichen Stolpersteine, ist ein Diskurs möglich, gibt es den Anreiz sich mit neuen Werkzeugen auseinanderzusetzen, welche Persönlichkeitsmerkmale braucht es?

Fragen an die PraktikerInnen: Sind Studierende für MOOCs bereit, was brauchen sie für Kompetenzen, kann Lehre öffentlich sein?

Kommentare zu Sara, sowie zum Potential von MOOCs im lebenslangen Lernen und für Menschen aus Schwellen- und Entwicklungsländern.

Impulsgeberin Lore Ress – Veränderungen für Trainer/Lehrer/Dozenten

Lore spricht in ihrem Blogbeitrag an, welche Konsequenzen offenes Lehren / Lernen für die Lehrenden / TrainerInnen hat:

  • Material ist offen im Netz – bringt das einen Wettbewerbs-Nachteil?
  • Inwieweit braucht offenes, selbstgesteuertes Lernen Lehrende / TrainerInnen?
  • Wie gehen Lehrende / TrainerInnen mit ihrem „öffentlich“ Werden um?

In den Kommentaren ging es dann um die (Medien)Kompetenzen der Lernenden im MOOC.

Sehr spannend fand ich ihren Beitrag zu „Passen MOOC und PAS/DIN zusammen?„, der folgende Tabelle enthält: How to make my MOOC (Tabelle basierend auf der PAS 1032-1, Febr. 2004)

Impulsgeberin Cornelie Picht – Kein MOOC für alle Fälle

Cornelie widmet sich dem Thema „Drop Out“ in MOOCs, da sich MOOCs durch sehr hohe Dropout-Raten auszeichnen. Um dem zu begegnen schlägt sie 3 Ansätze vor:

  • Die Lernenden müssen sich ändern und die nötigen methodischen, motivationalen, kognitiven und emotionalen Komponenten mitbringen. Eventuell könnten sie diese vorab im Rahmen eines MOOC-Führerscheins erwerben.
  • Die MOOCs müssen sich ändern. In der Grafik zu „Lernen für das MOOC“, „im MOOC“, sowie „Lernen 2.x“ findet man eine Darstellung einer möglichen Entwicklung innerhalb eines MOOCs. Diese Entwicklung ist bereits in der Entwicklung von cMOOCs zu xMOOCs abgebildet. Möglicherweise bräuchten cMOOCs vorgeschaltete Module im Bereich „Lernen für das MOOC“.
  • Die Perspektive muss sich ändern. Hier bietet Cornelie einen entspannteren Blick auf die Statistik.

In den Kommentaren geht es aus unterschiedlichen Perspektiven um Drop Outs und Ideen für „andere“ MOOCs. Schmunzeln musste ich über Katja’s Vergleich mit dem MOOC als Laden, seine Einrichtung (tools), die Raumgestaltung (Struktur durch Veranstalter) und die Inhalte als Süßigkeiten.

Experte on Air Joachim Wedekind zur MOOC Didaktik

Ausgehend vom „Zwischenfazit“, dass MOOCs keine Didaktik brauchen, weil es auch keine Lehrenden gibt (diesem Zwischenfazit wurde im Weiteren widersprochen), behandelt Wedekind aus unterschiedlichen Perspektiven die Vielfalt an Diskussionssträngen, Ideen und Ansichten, die ihn persönlich mit seinem Vollständigkeitsanspruch auch frustrieren. Er spricht den Bedarf an, nach einem MOOC eine möglichst umfassende Dokumentation bereitzustellen, auch damit daraus gelernt werden kann. MOOCs müssen erst wissenschaftlich aufgearbeitet werden.

Julia Russau schreibt in ihrem Blogbeitrag dazu, dass sie es befremdlich finden würde, wenn im MOOC nach dem oder der „perfekten Lernenden“ gesucht werden würde.

Dörte Giebel: Joachim Wedekind, Wissenschaftler und Mediendidaktiker ( Blog ,Twitter: @jowede) war heute Online-Gast im MMC13 zum Wochenthema Didaktik.

Zum Wochenthema: MOOC-Didaktik

Joachim Wedekind: (Lern)PsychologInnen beschäftigen sich mit Lernen, Didaktik beschäftigt sich mit der Lehre, im MOOC gibt es keine Lehrenden, sondern GastgeberInnen.

Zwischenfazit: man braucht keine MOOC Didaktik

Aber beim MOOC bieten bestimmte Personen bestimmte Inhalte in bestimmten Settings an und verfolgen auch eigene Ziele damit – insofern ist ein MOOC eine Form der Lehre. Deshalb kann die Didaktik durchaus Hilfe für ein MOOC bieten, etwa die Hochschuldidaktik, Weiterbildungsdidaktik, Fernlehrdidaktik, Fachdidaktik, …

Heute gibt es neue Rahmenbedingungen für Lernprozesse, neue Werkzeuge, neue Rollen, neue Konzepte, neue Methoden – aber man kann auch durchaus auf Bewährtes zurückgreifen.

Über MOOcs

Dörte Giebel: Was ist neu an einem MOOC, was braucht es für MOOCs?

Joachim Wedekind: xMOOCs sind ein Vorlesungsersatz, cMOOCs die Analogie zu einem Seminar, einer Projektarbeit, bMOOC sind Blended MOOCs, sMMOCs – Small MOOCs entsprechen eher einer Gruppenarbeit.

Das M – massive – ist nicht so wichtig. Durch Social Media ist das Feld der Personen, mit denen man sich austauschen kann, sehr gestiegen. Open meint, dass es keine Eingangshürden gibt, dass MOOCs offen und kostenlos sind (derzeit). Doch ist das das wichtigste Merkmal? Online ist es auf jeden Fall. Meint  C Course, Community?

Faszinierend anMOOCs ist, dass man keinen institutionellen Hintergrund mehr braucht, um ein MOOC anzubieten. Es ist heute fast soweit, das Studierende bei den besten Unis studieren können.

Mit einander in Beziehung treten

Dörte Giebel: Es ist eine große Herausforderung in einem MOOC mit anderen in Beziehungen zu treten. Als GastgeberInnen möchten wir einen Rahmen schaffen, wo das leicht fällt, wo es verschiedene Anknüpfungspunkten für die TeilnehmerInnen gibt.

Peer-to-Peer: wir machen MOOC als Privatinitiative, ohne Finanzierung und Support, ein echtes Peer-to-Peer Engagement

Nebenstränge im MOOC

Joachim Wedekind: Heute gibt es keine große Unterscheidung zwischen Didaktik und Methoden. Es gibt Stolpersteine für Lernende und Lehrende in solchen freien Formen, etwa die große Zahl an Teilnehmenden.

Bei cMMOCs definieren die Lernenden die Lernziele für sich selbst. Dies hat zur  Folge, dass das MOOC inhaltlich zerfasert. Es entstehen eigene, unabhängige Stränge. Für den Gesamtkurs (seine subjektive Erfahrung) – keine Meta-Analyse über MOOCs – ist das frustrierend, besonders wenn man später entdeckt, da läuft etwas außerhalb meiner eigenen Wahrnehmung. Gegenstrategie: Zusammenfassungen, um zu verdichten. Mühe für OrganisatorInnen

Struktur versus Offenheit

Joachim Wedekind: Gewisse Strukturierungselemente können Hilfe sein für bequeme TeilnehmerInnen, das ist kein Gegensatz zur Offenheit, man würgt die anderen Prozesse dadurch nicht ab. Wen das stört, der/die soll die Strukturierungselemente ignorieren.

Gast Peter Ader:  Man kann nichts machen ohne Didaktik. Es braucht von Seiten  der VeranstalterInnen und der TeilnehmerInnen Didaktik. Auch beim Barcamp gibt es didaktische Methoden. Das sollte es doch für cMOOCs auch geben.

Joachim Wedekind: Von den OrganisatorInnen kann die Anregung ausgehen in Untergruppen über Themenstellungen Überlegungen zusammenzutragen und das Ergebnis in die Großgruppe zu bringen. Das klappt, wenn die Leute aktiv sind. In ganz großen MOOCs sind nur ganz wenige aktiv, von den anderen kommt keine Rückmeldung.

Aufgabe von den Organisatoren: im Vorfeld überlegen, wie man dieses Zusammenfließen vorbereiten kann. Wichtig sind ein paar zentrale Kanäle, dann alles immer wieder in diese Kanäle zurückzuführen. Im opco12 waren das Zusammenfassungen und der Blog-Aggregator.

In einem xMOOC mit TeilnehmerInnenschränkung auf  2000 gibt es themenbezogene Foren des Lehrenden und der Lernenden als Unterthemen des Wochenthemas. In einer Plattform, nicht offen. Rege inhaltsbezogene Diskussionen.

Überblick / Vollständigkeit / Überforderung

Dörte Giebel: Blog oder Forum, was sind Vorteile / Nachteile?

Joachim Wedekind: Das kann man für MOOCs nicht allgemein beantworten, Hängt vom Typ des MOOC ab, bei xMOOC passen Foren, bei cMOOCs passen Blogs und Blog-Aggregatoren. Ich habe einen Vollständigkeitswahn – möchte alle Diskussionen verfolgen …

Beim Blended MOOC ist das wieder anders, mit Vorort-Aktivitäten und schriftlichen Produkten, die dann wieder online einfließen.

Es gibt keine allgemeinen Antworten sondern wir müssen experimentieren und dokumentieren.

Heinz Wittenbrink: Wort „massiv“ – auch bei weniger als 150 TeilnehmerInnen kann man nicht alles verfolgen. Es ergeben sich Serendipity-Effekte.

Joachim Wedekind: Es ist nicht möglich den Überblick zu behalten, es ist vielleicht auch nicht nötig. Im CCK08 fühlte ich mich verloren, und von den Organisatoren gab es ganz bewusst keine Unterstützung. Siemens / Downes: Kurse produzieren Artefakte, die nachher noch nützlich wären – das hat dort nicht so geklappt. Wäre allerdings nötig. Bedarf: Kurs dokumentieren, Online Events speichern, Blog-Aggregator, WIKI.

Bin gespannt ob WIKI-Versuch im MMC13 klappen wird.

Heinz Wittenbrink: Wir bemühen uns alles zu speichern, wollen WIKI eher normativ verwenden.

Gast Peter Addor: Dokumentieren, zusammenfassen, das braucht alles didaktische Fähigkeiten, wie dokumentiert man so etwas? Das muss man in eine Form bringen, das braucht didaktisches Geschick.

Dörte Giebel:  In einem Kurs zieht jeder selbst etwas für sich heraus. Wir haben einen hohen Anspruch der Ergebnissicherung in diesem MOOC. Wir wollen auch Produktionsstätte sein – deutschsprachiges Material zum Thema MOOC,

Aus Twitter: ist Überforderung erzeugen auch ein didaktisches Konzept?

Dörte Giebel: Ja! Feedback ist das Schlüsselelement für Lernen, das ist bei Hunderten von Beiträgen überfordernd.

Joachim Wedekind: MOOC insgesamt ist ein Hype (auch von viel Geld in den USA unterstützt), allerdings nur bestimmte MOOCs. Aber es gibt bisher keine wissenschaftlichen Untersuchungen, die MOOCs aufarbeiten, um ein Erfahrungswissen auf Meta-Ebene zu vermitteln. Bisher eher konzeptionelle theoretische Ebene, doch bisher noch keine Folgerungen aus diesen MOOC-Daten. Wir sind dabei die Daten aus deutschen MOOCs auszuwerten.

Monika E. König: 23 schauen noch zu, früher waren es 45-50.

Pragmatismus & Konnektivismus

Dörte Giebel: Was wir tun ist sehr pragmatisch, „Durchdeklinieren“, Kursdesign ist sehr viel Pragmatismus.

Joachim Wedekind: Konnektivismus ist ein Modell der partizipativen Organisation des Lernens, wie man in einer Community gemeinsam lernen kann. Ist (noch) keine Lerntheorie. Siemens: Lernen ist selbstorganisierter Prozess in Netzwerken, Vermittlungsdidaktik ist nicht möglich und nicht nötig. Noch keine Untersuchung von PsychologInnen.

Aktivitäten im MMC13: WIKI, Matrix – es fehlt, dass die Erfahrungen der Leute mit WIKI, Matrix dokumentiert werden, wie sie mit Tools / Zerfaserung umgegangen sind.

Dörte Giebel: Google Docs- sammelt Erfahrungsberichte der Teilnehmerinnen

Abschluss

Monika E. König: Sonntagstalk mit Cornelia Picht und Yvonne Stragies – Didaktik Special 21:00

Heinz Wittenbrink:  Wir lernen selbst sehr viel. Manche Tools erst gefunden, als Kurs bereits fast begonnen hat. Haben auch mit den Hangouts gerade begonnen.

Dörte Giebel:  Die Idee für den MOOC wurde sehr kurz vorher begonnen. Anspruch: sehr transparent zu sein, abends Ideen diskutieren, in der Früh ausprobieren. MOOC ist experimenteller als es wirkt.

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