ZML Didaktik / Innovative Learning Scenarios

Jürgen Handke über den Inverted Classroom

Posted on: Oktober 16, 2014

Jürgen Handke, Universität Marburg, (Autor von Patient Hochschullehre) spricht beim 3. Tag der Lehre der FH St. Pölten über „Digitalisierung der Hochschullehre – welche Rolle spielt das Inverted Classroom Model dabei?“

Die Hochschulwelt nach Jürgen Handke ist heute geprägt durch:

  • Studierende mit Medien-„bedien“-kompetenz
  • anderer Alltag der Lehrenden (nützen des Web)

Probleme mit der Hochschullehre: Uni-Lehrende haben zu wenig Zeit für die Lehre – und es gibt keine systematische Ausbildung für die Hochschullehre. Durch Digitalisierung können viele dieser Probleme gelöst werden, meint Jürgen Handke.

Was heißt Digitalisierung nun? Oft treibt die Technology die Didaktik. Doch Digitalisierung heißt nicht pdf, prezi oder online-Tests.

Digitalisierung meint:

  • Videos für die Lehre, jedoch nicht Aufnahmen von Lehrveranstaltungen oder Dokumentarfilmen, sondern kurze oder längere Lehrvideos, die selbst erstellt werden und nicht perfekt sind. Jedoch: „learning is not just videos“
  • Remix von digitalen Elementen von anderen

Konsequenz: für den guten Einsatz der Lehrvideos braucht es eine neue Präsenzlehre!

  • Option 1: alles ist online, keine Präsenzphase mehr
  • Option 2: wir unterrichten wie immer, die Studierenden die Online-Materialien beschäftigen sich vorab mit den Online-Materialien
  • Option 3: Videoconferencing für berufsbegleitende Studierende

Alle 3 Optionen gaben keinen signifikanten Mehrwert.

2007: Umdrehen des Lehrformats an Uni Marburg
Inverting the Classroom Maureen J. Lage, Glenn J. Platt & Michael Treglia (2000)
Flipped classroom Jonathan Bergman, Aaron Sams (2012)

Umsetzung des Inverted Classroom

  • Phase 1: digitale Lerneinheit, schließt mit Online-Test ab (Tests können mehrmals gemacht werden)
  • Phase 2: vorher sehen Lehrende, wie viele Studierende die „Mastery“ bewältigt haben (positiver Test)
    From sage on the stage to guide on the side (Alison King)

Studierende bringen eigene Devices, Clickersystem (Verständnisfragen zum Anfang), interaktives Whiteboard zur Ergebnissicherung, TutorInnen

Für Lehrende: Lehreffizienz, Lehre ist durch den persönlichen Kontakt mit einzelnen Studierenden ist befriedigend

Studierende begrüßen diesen Zugang, sie investieren mehr Zeit und lernen mehr.

Ein MOOC ist ein funktionierendes Inverted Classroom Modell.

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