ZML Didaktik / Innovative Learning Scenarios

Sylvia Hojnik: Gelingende Lehre

Posted on: November 19, 2013

Sylvia beginnt mit einem Zitat von Gregory Batson über die Angst einer Rednerin zu Beginn eines Vortrags. Als Erwachsenenbildnerin unterrichtet sie an der FH JOANNEUM und unterstützt Studierende.

Lehre aus Sicht der Lehrenden ist dann gelungen, wenn Studierende ihre Ziele erreichen. Die Erreichung der Lernziele  gelingt nicht immer im unmittelbaren Lernprozess, sondern oft erst in der Rückschau der Studierenden. Sylvia ist zufrieden, wenn die AbsolventInnen in der Rückschau ihr Studium schätzen.

Ein persönliches Beispiel für Gelungene Lehre im Lernprozess: Studierende wünschen sich mehr mündliche Prüfungen, weil diese eine Reflexion einschließen.

Begriff des „Gelingens“

In der Sozialen Arbeit wird Gelingen ethisch verstanden. Wir haben eine Vorstellung von einem gelingenden Leben. Ziel der Sozialen Arbeit ist es zu einem (besser) gelingenden Leben der KlientInnen beizutragen.

In der Hochschullehre kann pädagogisches Handeln auch misslingen. Lehre gelingt dann, wenn die Beziehung zwischen Studierenden und Lehrenden gelingt. Gelingende Lehre setzt Beziehung voraus, sie ist Bedingung für den Shift vom teaching zum learning. Lehre ist gelungen, wenn Ergebnisse und Wirkungen erzielt werden.

Die didaktische Planung ist der Weg dahin. Dieser soll die Eigenverantwortung der Studierende im Lernprozess ermöglichen. Dazu muss das Beziehungsgeschehen reflektiert werden. Sylvia meint basierend auf Gregory Batson: „Lehrende werden als Personen wahrgenommen. Die Qualität des Lehr/Lernprozesses wird von den Erwartungen der beteiligten Agierenden bestimmt“.

Vergleich von „Management“ und Hochschullehre

Sylvia stellt das Standardmodell der Wirksamkeit vor: Management kann nicht gelehrt werden, jedoch kann  Management gelernt werden, Grundsätze wirksamer Führung können erarbeitet werden, Stärken der MitarbeiterInnen genutzt werden, im Team braucht es Vertrauen. Ganz ähnlich ist es in der Hochschullehre. Die Stärken der Studierenden sollen genutzt werden und ein vertrauensvoller Umgang etabliert werden. Die Selbstmotivation soll im Vordergrund stehen.

Teaching Perspectives Inventory

Welche Perspektiven haben Lehrende? Was steht im Vordergrund: der Inhalt, der Praxisbezug, die Entwicklungsperspektive, der soziale Aspekt, oder gesellschaftliche Aspekte? Sylvia lädt uns ein unsere Perspektiven anhand dieses Online-Fragebogens zu evaluieren und zu reflektieren.

Fazit

Lehrende sollen authentisch in der Lehre sein, „hinter“ ihrem Unterricht stehen. Die Authentizität hat persönliche und fachliche Aspekte und braucht Dialog und Reflexion. Gelingende Lehre kann nicht vorgeschrieben werden! Gelingende Lehre gelingt nur unter Einbeziehung der Studierenden.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: