ZML Didaktik / Innovative Learning Scenarios

Wie erfolgreich war das offene Training zur „Content Strategy“ im Web Literacy Lab?

Posted on: Februar 12, 2013

Jetzt ist es vorbei – das offene Training im Web Literacy Lab.

Wir haben in unserem Konzept versucht Gilly Salmon mit George Siemens zu kombinieren – und das klappte … naja.

Wie auf der Trainingsseite des Web Literacy Lab genau dargestellt,  begannen wir mit einer geschlossenen, sogar geheimen Facebook-Gruppe, um dann ein offenes Online-Training anzuschließen.

Phase 1 – 10-tägige Phase der Online-Sozialisierung in Facebook

In der Facebook-Gruppe vernetzten sich 35 Personen sehr rasch und phasenweise recht intensiv. Da meine Kollegin Erika Pernold die eigentliche Moderatorin der Gruppe war, konnte ich frei als Co-Moderatorin „herum lesen“, Links verfolgen, die TeilnehmerInnen kennenlernen, die Kommunikation analysieren, Lernprozesse entdecken, und erfahren, dass Facebook eigentlich ein mächtiges Tool für Gruppenlernen ist – und auch um einiges ansprechender als so manche Lernplattform ….

Phase 2 – 3-wöchige Online-Phase rund um die Content Strategy

Das offene Training bot Content auf der Seite des Web Literacy Lab an (Links, das E-Book von Brigitte Alice Radl, Karin Raffer, Heinz Wittenbrink: Content Strategy–Texte zur Einführung, …) inklusive Aufgabenstellungen für die einzelnen Wochen. Fokussierungspunkte des Online-Trainings waren die fünf Hangouts on Air, die von den TeilnehmerInnen jedes Mal sehr geschätzt wurden.

D.h. Gilly Salmon kam zu Beginn zum Einsatz inklusive formulierter Online-Aufgaben (sogenannte E-tivities) für Woche 1, Woche 2 und Woche 3 des offenen Trainings. Die Startphase der Online-Sozialisierung in Facebook klappte super, es verstand rasch Vertrauen, und auch die weiteren Phasen nach Gilly Salmon – Informationsaustausch und Gemeinsame Wissensproduktion – waren für mich sichtbar.

Im offenen Teil gemäß George Siemens und Stephen Downes stand Google+ den TeilnehmerInnen zum Austausch zur Verfügung bzw. zum Verlinken der eigenen Aktivitäten woanders. Die Infozentrale war mein Google+ Account und ich versuchte auch, die TeilnehmerInnen in meinem Kreis zu sammeln. Richtig sichtbar wurde die Auseinandersetzung der TeilnehmerInnen mit dem Thema allerdings nicht. Aus Feedback-Meldungen der TeilnehmerInnen (auch in der offenen Trainingsphase meist in Facebook) weiß ich, dass die Videos gerne gesehen wurden (entweder live oder danach als Konserve), dass einige den Vorsatz hatten, bei einem Hangout dabei zu sein und dass jedes Mal mehr Personen am Hangout teilnahmen. Doch die spannenden Lernprozesse in Bezug auf die eigenen Fragestellungen, der Transfer in die Praxis der Teilnehmenden war auf Google+ eindeutig nicht sichtbar.

D.h. eindeutig 1:0 für Gilly Salmon – wenn ich von sichtbaren Ergebnissen ausgehe. Inwieweit das Format des offenen Trainings die Lernenden auch in der offenen Phase zur Umsetzung von Neuem anregte, kann ich nicht sagen. Ein bisschen warte ich auch noch auf die Ergebnisse unserer Umfrage. Und vermutlich bin ich eine bessere Trainerin nach Gilly Salmon als nach George Siemens ???

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