ZML Didaktik / Innovative Learning Scenarios

#MMC13 -11 Reflexion der zweiten Woche

Posted on: Januar 29, 2013

Da die Didaktik ja auch mein Thema ist – zumindest die Didaktik im virtuellen Raum – bleibe ich in meiner Reflexion beim Inhalt dieser Woche (nächste Woche werde ich mich dann den MMC13 TeilnehmerInnen widmen🙂 ).

Diese ganze Woche lang ging es für mich immer wieder um Fragen rund um Offenheit – autonom sein  – unterstützen – Verantwortung übernehmen. Das ist eine schwierige Fragestellung! Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass unsere Herangehensweise sehr von unserer Person abhängt. Wenn Joachim Wedekind im Hangout zur MOOC-Didaktik den ZuhörerInnen erzählt, wie gerne er alle Diskussionsstränge verfolgen möchte, dann hat das mit seiner Person zu tun. Und wenn ich gleich die Haare aufstelle, wenn ich mich fremdgesteuert fühle, hat das mit meiner Person zu tun.

Erfrischend ist es dann Stephen Downes‘ Beitrag „MOOCs and negotiation – Über MOOCs und das Aushandeln“ zu lesen (vielen Dank an Dörte und Crowd für die Übersetzung!):

Nach meinem Verständnis von Konnektivismus erfolgt kein Aushandeln. Die Lernenden wählen das Material aus, das sie für nützlich halten (wenn überhaupt). … Jede/r Lernende bringt eigene, persönliche Ziele mit, und daraus ergibt sich die jeweils individuelle Auswahl eines Lerninhalts.

Ein konnektivistischer Kurs besteht daher aus einer Reihe von Ereignissen, typischerweise mit einem Start-und Enddatum, um die herum sich ein Netzwerk von TeilnehmerInnen bildet.

Jeder Kursteilnehmer / jede KursteilnehmerIn hat eine andere Sichtweise, und das Zusammenspiel der verschiedenen Perspektiven generiert neues Wissen. Der Versuch, diese Perspektiven zu steuern behindert in Wahrheit den Prozess der Wissensbildung.

Es erleichtert mich, von einer Metaebene aus meine didaktischen Designs zu betrachten. Als Moderatorin bereite ich den virtuellen Raum vor, finde spannende ExpertInnen, formuliere Fragen / E-tivities / Aufgaben – doch damit ist mein Job auch (fast) erledigt. Nun ist es Sache der Lernenden, TrainingsteilnehmerInnen, Studierenden ihre persönlichen Ziele festzulegen und dementsprechend zu handeln. – Zu dem (fast): ich bin immer wieder auch ein bisschen eine Glucke, und dann versuche ich meine Kücken zu bebrüten!

Momentan untersuche ich mit meinen KollegInnen Erika Pernold und Gudrun Reimerth, inwiefern Footprints of emergence Roy Trevor Williams, Jenny Mackness, Simone Gumtau ein Ansatz sein könnten, Lernprozesse in offenen Designs ein bisschen besser zu verstehen. Gerade analysiere ich die Footprints meiner Studierenden. Danach möchte ich meinen persönlichen Footprint für das MMC13 zu machen🙂

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2 Antworten to "#MMC13 -11 Reflexion der zweiten Woche"

Danke für den Link zu Williams et. al. und für den das Downes-Zitat. Fazit: Steuern ist nicht vernetzen.

Gerne! In meinem neuesten Blogbeitrag habe ich die ersten Footprints meiner Studierenden gepostet. In einer lokalen Gruppe hier in Graz und online mit der Gruppe um Williams geht es im nächsten Schritt darum, diese Footprints zu interpretieren!

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