ZML Didaktik / Innovative Learning Scenarios

#MMC13 -4 Erste Gedankensplitter zur Didaktik in MOOCs

Posted on: Januar 13, 2013

Ich möchte heute über meinen Input zur Didaktik bei dem MMC13-MOOC sprechen*. Der Impuls, den ich da als Impulsgeberin geben soll, geht mir schon lange durch den Kopf.

Während meiner Teilnahme an dem Change11 MOOC machte ich mir sehr viele Gedanken über die Didaktik eines MOOCs, versuchte diese auch in Bezug zu setzen zu Karl E. Weick’s „Sensemaking“ (Post in diesem Blog, mein Paper bei der GMW12, Karl E. Weick’s Buch). Doch hier und jetzt gehe ich das Thema einmal weit an:

Was mich schon sehr lange beschäftigt ist, wie lernen Menschen – und in diesem konkreten Fall: wie lernen sie in einem MOOC?

Meine Erfahrung ist, dass im Rahmen eines Online-Trainings ein Mindestmaß an Vertrautheit innerhalb einer Lerngruppe nötig ist, damit gemeinsames Lernen passieren kann. Im MOOC ist diese gemeinsame Online-Sozialisierung vom didaktischen Design her nicht explizit vorgesehen.

Warum habe ich es dann trotzdem geschafft, in dem Change11 MOOC viel zu lernen? Ich denke, im Austausch mit anderen, dadurch dass ich Twitter Tweets und Blogs gelesen habe, ist eine Art von Online-Sozialisierung passiert und Vertrautheit entstanden. Und vielleicht ist es auch im MMC13 so, dass wir bereits heute mit einigen vertraut sind, denen wir auf Twitter oder in Blogs begegnen. Auf jeden Fall sind wir vertraut mit Dörte und Monika.

Noch ein wichtiges Thema der Didaktik im virtuellen Raum ist für mich die Online-Identität. Wie kommen wir zu unserer Online-Identität im virtuellen Raum, in einem MOOC? Ich glaube, dass Bilder dabei eine wichtig Rolle spielen. Wie stellen wir uns dar? Ist unser Profilbild ein Foto unseres Gesichts oder eines halb verborgenen Gesichts (etwa mein Tauch-Foto) oder verwenden wir ein Bild/Symbol, das kein Foto von uns zeigt, jedoch für uns wichtig ist und etwas mit uns zu tun hat (wobei die anderen diesen Bezug möglicherweise nicht herstellen können).

Im Moment beschäftige ich mich gerade intensiver mit Emergent Learning, salopp gesagt meint das: Lernen passiert einfach, unabhängig von der Intention der Lehrenden, Trainerin. Ich bin überzeugt davon, dass ein MOOC Emergentes Lernen fördert. Nach Jenny Mackness und ihren KollegInnen braucht Emergentes Lernen klare Rahmenbedingung. Diese sind in einem MOOC sicherlich eine Herausforderung. Ich empfinde die Blogbeiträge von Dörte und Monika als Standbeine solcher Rahmenbedingungen.

* Dörte’s Aufforderung über unser PLE nachzudenken, hat mich dazu motiviert „Siri“ endlich auszuprobieren in Kombination mit dem neuinstallierten Werkzeug Evernote (ein Tipp aus unserem WLL Content Strategy Kurs) – und es hat gut geklappt!

2 Antworten to "#MMC13 -4 Erste Gedankensplitter zur Didaktik in MOOCs"

[…] hat es getan. Marc hat es getan. Horst und Heinz haben es getan. Und Jutta auch. Sie haben sich alle mit ihren Zielen, ihrer Teilnahme am #mmc13 auseinandergesetzt. Und dies […]

[…] ihre persönlichen Ziele aufmerksam geworden, sie verweist auf  Ellen, Marc, Heinz, Horst und Jutta, die ihre Ziele auch bereits öffentlich festgehalten […]

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