ZML Didaktik / Innovative Learning Scenarios

Rudolf Mumenthaler: Keynote „E-Books im Kontext von Bibliotheken und E-Learning“

Posted on: November 29, 2012

Meine Notizen zu der Keynote „E-Books im Kontext von Bibliotheken und E-Learning“ von Rudolf Mumenthaler, HTW Chur im Rahmen der iUNIG Fachtagung: Warum E-Books (nicht) funktionieren.

Die Verbindung von E-Learning und Bibliotheken an Hochschulen ist spannend.

Was ist ein E-Book?  – iPad, oder Kindle, oder der Quellcode, E-Books im virtuellen Bücherregal, E-Books von Verlagen, ein selbstfabriziertes Buch, oder pdf-Files?

Definitionen

  • Technik: welche Formate, System als Ganzes, multimedial, interaktiv, offen oder DRM
  • ökonomisch: Open access oder
  • NutzerInnenansatz: Reader oder online verfügbar, E-Book Variante

Durchbruch von E-Books?

Amazon verkauft mehr E-Books als „normale“ Bücher (allerdings sind die E-Books oft sehr „dünn“), Anteil im deutschen Buchmarkt 20%

Studie Bitkom 2012: In Deutschland nutzen 11% E-Books, 13% lesen Zeitungen online, Lesegeräte sind ein wichtiger Treiber

E-Books Formate

Systeme: Adobe, Apple, Amazon

Formate: PDF, ePub, Mobi können offen oder geschützt sein

ePub offener Standart, basiert auf XHTML und XML, Zitierung erschwert, Integration Multimedia – ePub2: Probleme auf kleinen Bildschirmen (komplexe Tabellen, Formeln)

ePub3: basiert auf html5, interaktive Grafik SVG Format (Vektorformat)

Mobipocket – Amazon wird mit Kindle gelesen. Mit Kindle-app kann man dieses Format auch auf iPad oder Androide lesen.

Möglich: synchronisieren der Stelle, an der ich zu lesen aufhörte

PDF – etabliert im Wissenschaftsbereich bei e-Journals, Vorteil: fixes Layout, entspricht gedruckter Version (wenn es diese gibt), auf Smartphones praktisch nicht lesbar. Im Hochschulbereich offenes Format ohne DRM Schutz, Zugriff auf Netzwerk der eigenen Hochschule beschränkt. Ein Kapitel = 1 pdf. Download aller Kapitel wird nicht erlaubt, was allerdings technisch nicht eingeschränkt ist, sondern fallweise kontrolliert wird. Problem: unspezifischer Filename – man verliert Kontext zum ganzen Buch (nur manchmal Fusszeile zum ganzen Buch) Metadaten sind nötig!

Herausforderungen für Bibliotheken

Öffentliche Bibliotheken verleihen Online-Bücher auch für eine gewisse Zeit (etwa 2 Wochen).

Bestand einer Bibliothek verliert an Bedeutung, es gibt temporäre Lizenzen.

Bibliotheken katalogisieren unterschiedlich: Nur „born digital“ Bücher (es gab keine vorherige Printausgabe) sind „richtige“ E-Books, werden so katalogisiert.

E-Books sind tendenziell nur eingeschränkt nutzbar.

Bibliotheken sind an Angebote der Verlage gebunden.

Sind die neuen Produktionsformen ein neues Aufgabengebiet für Hochschulbibliotheken? Das wäre Konkurrenz für Verlage.

In jedem Fall ist neues Know-how in Bibliotheken gefordert.

PDFs können mit GoodReader auf iPads bearbeitet werden.

Wissenschaftliche Bücher müssen verwaltet werden z.B. über Mendeley

E-Books selbst produzieren

Tools: Adobe InDesign, Apple Pages, Open Office Writer, Sigil, Calibre, Pressbooks via WordPress

Konvertierung durch Calibre

Problem bei Verwendung von iBooks: Apple erleichertert multimediale iBooks, jedoch in proprietärem Format, diese dürfen rechtlich nicht auf anderen Plattformen verfügbar gemacht werden.

Bibliotheken & E-Learning

Statt Moodle-Kurs E-Book Kurs!

Selbstproduktion: große Chance für Open Access

ePUB3 als Chance, Zusammenarbeit von E-Learning ExpertInnen und BibliothekarInnen nötig

Fazit

  • Studierende verwenden E-Books noch eher wenig.
  • E-Bookreader sind günstige Nischenprodukte.
  • E-Ink-Reader erlauben keine multimediale Darstellungen.
  • Wachsender Markt: Kinderbuch auf dem iPad.
  • DRM wird stärker unter Druck geraten – sichtbares Wasserzeichen statt technischer Einschränkung als Möglichkeit.
  • Neue Geschäftsmodelle: Flatrate bei Amazon, Ausleihen oder „Miete“
  • Modell Print+
  • Das einzelne Buch wird unwichtiger, eher Kapitel sind dann Entität
  • Derzeit E-Books eher als Ergänzung zu gedruckten Büchern.
  • Springer: 40% online Versionen, 60% noch gedruckte Bücher, Trend geht zu online Versionen

Zu den Folien

2 Antworten to "Rudolf Mumenthaler: Keynote „E-Books im Kontext von Bibliotheken und E-Learning“"

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