ZML Didaktik / Innovative Learning Scenarios

Konnektivismus, Teil 2 im ZML-Leseclub

Posted on: Mai 1, 2012

Basierend auf George Siemens‘ Ausführungen zum Konnektivismus (2008) und der Übersetzung von Silke Hinrich von Stephen Downes‘ “What is Connectivism? A Quick introduction to the topic of Connectivism” versuchten wir uns der Bedeutung des Konnektivismus dialogisch zu nähern und die Theorie in Bezug zu unserer Arbeit, unseren eigenen Lernprozessen und Erfahrungen zu setzen.

Wir begannen mit der Komplexität der heutigen Welt, Natasa: „Das Web ist zu groß“, Erika: „Das Web ist groß genug“. Wir stellten fest, dass die Größe des Web das eigene Veröffentlichen von Beiträgen erleichtern kann (meine Beiträge sind nicht die einzigen) oder erschweren kann (alles Interessante steht schon irgendwo).

Intensiv diskutierten wir die Verbindung von Knoten / Einheiten / Entitäten (connection of nodes), die etwa in MOOCs explizit und im Netz erfolgen „muss“. Nur wenn wir unsere Gedanken online veröffentlichen, lernen wir – so in etwa habe ich eine Meinung von Stephen Downes abgespeichert. Doch was ist dann mit implizitem Wissen, tacit knowledge, dem Unbewussten in der Theorie des Konnektivismus?

Bezüglich des Web sahen wir „tags“ als Hilfe, Teil für die Verbindungen – Tags=nodes.

Konnektivismus ist eng an Lernnetzwerke gebunden und da sieht Siemens  drei Netzwerke, nämlich: neuro-biological, conceptual und external-social. Natasa wies in der Diskussion auf Cognitive Neuroscience hin, auch ein Gebiet, in das man sich vertiefen könnte. Auf einem weniger theoretischen als eher erfahrungsbasiertem Ansatz  waren die drei Netzwerktypen für uns leichter zu verstehen:

  • Lernen heißt Verbindungen im Gehirn zu schaffen. Z.B. in der Pubertät werden viele dieser Verbindungen neu „verdrahtet“ (etwa bezüglich Rechtschreibung).
  • Ich lerne die Inhalte leichter, die nahe an meiner Lerngeschichte, meiner Lernkultur angesiedelt sind (etwa naturwissenschaftliche versus geisteswissenschaftliche Sichtweise).
  • Und natürlich ist Lernen sozial! Deshalb enthalten all unsere Lernkonzepte am ZML Aufgaben für Gruppen!

Zurück zu den Verknüpfungen (connections): Natasa verknüpfte das Kommunikationsmodell „Grounding in communications“ (siehe ihren Blogbeitrag Connections für Connectivism) mit Downes‘ „Zwei Entitäten sind dann verknüpft, wenn ein Signal, das eine Entität aussendet, den Zustand der anderen verändern kann“. Natasa sagte: „es kommt wirklich an“ – was in einer langen Diskussion mit Erika mündete, inwiefern die zweite Entität bei der Kommunikation „verändert“  wird.

Die Entitäten, Knoten, nodes sind nicht nur Menschen sondern können auch Dinge sein. Natasa zitierte eine Arbeit über „Actor Network Theory“ am Beispiel einer Laptop-Klasse, in der die Laptops als Akteure angesehen werden.

Zu Natasa’s Blogbeitrag für diesen Leseclub: Connections für Connectivism

Zu Erika’s Blogbeitrag für diesen Leseclub: Konnektivismus

3 Antworten to "Konnektivismus, Teil 2 im ZML-Leseclub"

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