ZML Didaktik / Innovative Learning Scenarios

Was sind MOOCs – Massive Open Online Courses?

Posted on: November 9, 2011

Während der letzten vier Jahre haben TrainerInnen weltweit damit experimentiert, Lernprozesse im virtuellen Raum weiterzuentwickeln und das Potential des Webs auszuschöpfen. Am ZML entwickelten wir reine Online-Trainings basierend auf sozialkonstruktivistischen Konzepten und nach dem 5 Stufenmodell von Gilly Salmon für virtuelle Gruppen. Dabei beschränkten wir uns auf den geschützten Raum einer Lernplattform, auch wenn manche Aufgaben sich über diesen Raum hinaus erstrecken.

Die internationale eLearning-Community stellt derzeit Fragen: „Wie ändert sich  Lernen, wenn formale Beschränkungen (durch Hochschulen, Curricula) fallen? Welche Rolle spielen Lehrende in Zukunft?  Wie gehen Gesellschaften und Bildungsorganisationen mit dem immensen Wachstum von Informationen im Netz um?“. Experimente rund um diese Fragen führten zu den Massive Open Online Courses, bei denen tausende von TeilnehmerInnen gemeinsam neues Wissen entwickeln. Der aktuelle „Change MOOC“ ist gerade in seiner 9. Woche, Thema sind die Veränderungen im Bereich des „Lernens“, als Moderatoren agieren Stephen Downes (Canada’s National Research Council), George Siemens (Technology Enhanced Knowledge Research Institute, Athabasca University, Canada) und Dave Cormier (University of Prince Edward Island, Canada).

Pro Woche ist ein Experte oder eine Expertin zuständig für die inhaltliche Gestaltung. Der Kurs selbst findet an unterschiedlichen Orten im Web statt. Auf der Website http://change.mooc.ca/ finden sich Links zu den Inputs der ExpertInnen und Ankündigungen der Life Events. Der Kurs basiert auf dem Prinzip des Connectivism – Lernen im Netzwerk mit vier Arten von Aktivitäten:

  • Sammeln (aggregate): Eine große Anzahl an Ressourcen wird auf der Website des MOOC zur  Verfügung gestellt.
  • In den eigenen Kontext stellen (remix): Die TeilnehmerInnen sind dazu aufgerufen, ihren Lernprozess im Netz zu dokumentieren, wobei der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind.
  • Neu gestalten (repurpose): In der Reflexion über den eigenen Lernprozess und dem Bezug Setzen des Wahrgenommenen zur eigenen Arbeit schaffen die TeilnehmerInnen etwas Neues.
  • Teilen (feed forward): Die TeilnehmerInnen sind aufgerufen ihre Aktivitäten mit dem Tag „#change11“ mit den anderen TeilnehmerInnen zu teilen. Blogbeiträge, Twitter tweets, u.Ä. werden auf der Website gesammelt und in den Daily News allen zur Verfügung gestellt.

Meine Reflexion der Teilnahme an dem MOOC  ist in diesem Blog unter  #change11 dokumentiert.

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